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Update: Nele hat vor zwei Tagen die Fäden gezogen bekommen. Sie ist sichtlich erleichtert, dass die Boxenruhe damit aufgehoben wurde. Da sie bereits vor der OP mindestens 6 Wochen mit ihrem gebrochenen Beinchen auf der Straße gelebt hat, hat sie im dreibeinigen Fortbewegen schon etwas Übung.

Nach wie vor greift sie an, wenn man sich ihr nähert und braucht auch noch eine Weile bis man dann die Hand nach ihr strecken kann, ohne dass sie faucht und keift. Einige Blessuren haben wir schon in Kauf nehmen müssen. Wenn man sie dann auf dem Schoß hat und sie krault, entspannt sie auch und scheint die Streicheleinheiten zu geniessen.

Es wird noch eine ganze Weile benötigen bis sie dem Menschen das Vertrauen schenkt. Wir haben Zeit! Hauptsache sie hat nun keine Schmerzen mehr und die Amputation ist gut überstanden.


Es liegen mehrere Tage Achterbahnfahrt hinter uns! Wie immer haben wir völlig transparent über die Situation informiert, haben Karlchens Zustand, die Diagnosen, die aktuellen Empfehlungen verschiedener Ärzte und unsere Überlegungen auf FB offen dargelegt. Einige sind uns dafür angegangen das wir auch nur darüber nachgedacht haben den Empfehlungen der Tierklinik zu folgen und Karlchen erlösen zu lassen, von anderen das wir ihn unnötig leiden lassen würden. Doch zum Glück haben wir auch von vielen Menschen Zuspruch und Vertrauen erfahren, das hat uns in der schwierigen Situation Kraft gegeben.

Gestern erreichte uns leider der Anruf aus der Tierklinik das Karlchen in der Nacht trotz intensiver Betreuung von alleine verstorben ist. Man hat uns versichert das er aufgrund der Medikamente wohl während seiner Zeit dort wenig Schmerzen hatte, obwohl er kein zahmer Hauskater war keine übermäßige Panik hatte und zwar keine große aber doch eine reelle Chance für ihn bestanden hat.

Heute morgen haben wir den toten Karlchen in der Klinik abgeholt und zur Pathologie gegeben. Traurig, dass wir trotz 6 Tage in der Klinik und einer Rechnung von 590-, Euro ihm nicht helfen konnten. Wir haben es wenigstens versucht.... der Betrag wiegt doppelt schwer, weil wir ihn nicht am Leben erhalten konnten.  RIP du Lieber, wir hätten dir von ganzem Herzen noch ein schönes Leben gegönnt.


Unser Nelson, der vor 3,5 Jahren als FIV-positives Streunerkitten zu uns kam. Erst hiess er bei uns "Phantomkater", weil er so menschenscheu war und ihn fast 3 Jahre kaum zu Gesicht bekamen. Nach und nach näherte er sich an und mittlerweile ist er ein lieber Schmusekerl geworden. So manches Mal haben wir schon gedacht, dass er uns verlassen wird, phasenweise ging es ihm gar nicht gut. Inzwischen hat er nach drei Zahn-OPs nun gar keine Zähne mehr, doch die Entzündungsherde im Mäulchen sind damit auch endlich weg. Wir sind froh, dass wir ihn nicht aufgegeben haben und er sich heute seines Lebens freuen kann. Auf noch viele schöne Jahre mit ihm !