Ab sofort ist das Tier-Refugium unter der neuen Rufnummer 0160-987 971 03 erreichbar.


 

Leo (siehe Beitrag von gestern) geht es heute etwas besser. Die Infusionstherapie schlägt an. Wir freuen uns nicht zu früh, aber die Hoffnung wächst natürlich. Er hat nun endlich etwas gefressen, nachdem wir Schonfutter nach seinem Geschmack gefunden haben. Leo ist nicht nur spindeldürr, sondern auch stark dehydriert.

Er fühlt sich sichtlich wohler, schaut sich inzwischen alles an. Klar, er ist noch sehr langsam und wackelig auf den Beinen, aber er zeigt Interesse, möchte gestreichelt werden und scheint entspannt. Es ist schon die richtige Entscheidung gewesen, ihn übers Wochenende aus dem stationären Aufenthalt zu holen. So können wir ihn eng betreuuen und unsere Tierärztin ist 24 h für uns da, wenn etwas sein sollte. Wenn er sich stabilisiert hat, müssen weitere Untersuchungen durchgeführt werden. Auch seine Zähne sind behandlungsbedürftig. Doch das ist zweitrangig. Wichtig ist ihn wieder richtig auf die Beine zu bekommen.

Leo wurde uns am 10.12.15 von einer Tierfreundin gemeldet. Er wurde umgehend bei unserer Tierärztin stationär aufgenommen um ihn zu stabilisieren. Recherchen zufolge sollen die Besitzer vor 1,5 Jahren weggezogen sein. Seitdem wurde er in der Nachbarschaft mehr oder weniger sporadisch gefüttert. Teilweise wurde er länger gar nicht gesehen, so kann man auch vermutetn, dass er ein weiteres Obdach gehabt haben könnte.

Man kann den Anwohnern keinen Vorwurf machen, daß man ihn nicht früher einem Tierarzt vorgestellt hat. Aufgrund seines Felles läßt sich sein ausgemergelter Körper optisch kaum kaum erkennen. Anfassen konnte man ihn erst jetzt, weil er nun so schwach geworden war, dass er keinen Widerstand zeigte. Erst nachdem die Augen so entzündet aussahen, wurde versucht ihn einzufangen, um mit ihm zum Tierarzt zu fahren. Nun konnte man das wahre Ausmaß seines Zustandes erkennen. Er ist unter dem Bauch total verfilzt, ist stark ausgetrocknet und klapperdürr. Um ihn nicht zu belasten, haben wir erst einmal von einer notwendigen Schur abgesehen. Lediglich unter dem Bauch haben wir ihm die dicken Verfilzungen weggeschnitten.

Leo ist ein kastrierter Kater, ca 10-12 Jahre alt. Nicht gechippt, nicht tätowiert. Die Blutergebnisse ergaben hohe Entzündungswerte und sehr schlechte Nierenwerte. Die Prognose ist nicht gerade rosig, dennoch wollen wir ihm unbedingt helfen und ihn keinesfalls irgendwo draussen zu wissen, wo er friert, Hunger leidet, Schmerzen hat oder vielleicht gar verscheucht wird. Er hat jetzt im Tier Refugium ein warmes Körbchen, bekommt hochwertiges Futter, Medikamente und zweimal täglich Infusion. Auch wenn es schlecht um ihn steht, möchten wir ihm wenigstens ganz viel Fürsorge und Liebe schenken, denn diese können die Lebensgeister auch wieder wecken.

Wer sagt, dass das Körbchen nur für eine Katze ist? Lana (16 Jahre), Schneckchen (4 Jahre) und Maja ( 9 Monate) haben sich bei uns gefunden. Sie putzen sich gegenseitig und geben sich das, was ihnen kein Mensch ersetzen kann. Dennoch sind diese Drei sehr menschenbezogen und verschmust. Immer wieder schön zu erleben, wer zueinander findet. Das Foto ist leider etwas unscharf (altes Handy).

 

Anfang Oktober gelang es endlich zwei Füchse aus vernachlässigter Haltung herauszunehmen. Wir möchten nicht viel dazu sagen, die Bilder sprechen für sich. Was anfangs gut gemeint war, hat leider durch Überforderung und falsch verstandener Tierliebe diesen beiden Füchsen ein Leben in trostloser Gefangenschaft beschert. Für den Rüden waren es 12 Jahre, für die Fähe 7 Jahre.

Wir konnten die Füchse in die fachkundigen Hände des Retscheiders Hof übergeben, die mit artgerechter Fütterung den Allgemeinzustand verbessern konnten. Durch die fehlende Bewegung der vergangenen Jahre waren sie körperlich kaum belastbar. Der Rüde hat zudem große Probleme mit den Atemorganen. Wir wünschen uns sehr, dass die Beiden weiterhin so gute Fortschritte machen. Ein besonderer Dank an Ron, Steffi und Nils, sowie dem Tierheim Heinsberg für die Unterstützung.