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Run free, du arme, geschundene Seele....

Wieder mal zeigt sich, wie sehr verwilderte Hauskatzen leiden müssen. Zu viele Menschen lassen ihre Katzen unkastriert, sie entlaufen, werden beim Umzug zurückgelassen. Sie vermehren sich und verwildern. Und unbemerkt von der Gesellschaft fristen sie ein erbärmliches Dasein. Wir zeigen diese verstörenden Fotos, weil jeder sehen darf, was keiner wahrhaben will. Nämlich, dass Katzen eben NICHT alleine klarkommen und man sie nicht einfach sich selbst überlassen darf. Solange sie gesund sind, mag das vielleicht klappen. Aber wenn sie hungern, krank werden oder verletzt sind, dann krepieren sie irgendwo unter einem Busch. Frierend, hungernd und voller Schmerzen. 

Dieser Streuner holte sich bei Anwohnern seine Wurstreste und ein bisschen Futter ab, lies aber bis auf ca 2 Metern keinen an sich nähern. Marion fuhr am Samstag diese Strasse lang und sah den Kater auf dem Bürgersteig sitzen. Sie stieg aus und versuchte zu helfen, doch der scheue Streuner lief weg. Erst als sie in der Nachbarschaft rumfragte, erfuhr sie seine Geschichte. Unterstützung bekam sie von Bauarbeitern, die den Kater durch Anfüttern versuchten ihn an den Ort zu binden, um ihn einzufangen. Sie suchte an vielen Stellen Hilfe. Irgendwann landete sie bei uns. 

Erst heute um ca 14 h ging der Kater in die aufgestellte Falle und umgehend fuhr Marion ihn zu uns, wir wiederum direkt zu unserer Tierärztin. Da er wie erwähnt ein wilder Streuner ist, musste er in Narkose gelegt werden, damit er schmerzlos untersucht werden konnte. Die Röntgenaufnahme zeigte einen Tumor, der bereits den kompletten Kopfbereich befallen hatte und im Gesichtsbereich aufgebrochen war. Man mag sich nicht ausdenken, was er für unsagbare Schmerzen gehabt haben muss. Wir konnten leider nur sein Leiden verkürzen und ihn in Würde auf die Reise schicken. Ihm ist ein qualvollerer Tod erspart geblieben. 

Heute ist aber noch eine zweite Katzenseele über die Regenbogenbrücke gegangen. Noch während ich im Wartezimmer sass, erreichte mich die Mitteilung, dass eine Katze mit unseren Tätowierungen tot auf der Landstrasse aufgefunden wurde. Mel anzane hat sie aufgehoben, mitgenommen, sie beim Tierarzt auf die Tätowierung untersuchen lassen und letztendlich uns informiert. Wir konnten dann der Besitzerin die traurige Mitteilung überbringen und wenigstens für Gewissheit sorgen. Run free, Lara ... 

Mögen alle Menschen soviel Einsatz und Empathie zeigen wie Marion und Mel anzane, dann wäre unsere Welt ein Stückchen besser. Danke, an alle die nicht weggeschaut haben.